Psoriasis

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Frau, die über ihre eigene Hand streicht

Psoriasis

Psoriasis oder auch Schuppenflechte: Erfahren Sie mehr zu den Symptomen, Ursachen und der Pflege bei Psoriasis.

Symptome und Ursachen von Psoriasis

Psoriasis ist der medizinische Fachausdruck für Schuppenflechte. Es handelt sich um eine genetisch bedingte, nicht ansteckende, meistchronisch verlaufende Hautkrankheit. Typische Symptome der klassischen Schuppenflechte sind scharf begrenzte Rötungen mit Schuppung und tastbarer Erhöhung der Haut, die typischerweise an den Ellenbogen, an der Kopfhaut, im Bereich der Knie und über dem Kreuzbein auftreten. Meist bestehen diese Hautveränderungen chronisch und stabil über lange Zeiträume. Neben der reinen Hautbeteiligung gibt es auch die Psoriasis-Arthritis mit entzündlichen Gelenksschmerzen.

Bei Kindern und selten auch bei Erwachsenen tritt die kleinfleckige, plötzlich am ganzen Körper verteilt auftretende sogenannte Psoriasis guttata auf. Diese wird meist durch Infekte getriggert und besteht nur vorübergehend in dieser Ausprägung.

Eine Unterform der Psoriasis, die allein, aber auch in Kombination mit der oben beschriebenen klassischen Psoriasis auftritt, ist die inverse Psoriasis, die insbesondere in Körperfalten und im Genitalbereich störende Hautveränderungen und Juckreiz verursacht.

Die Psoriasis ist genetisch bedingt, daher sind in der Familie häufig auch weitere Personen betroffen.  Aber nicht jeder, der die genetische Veranlagung in sich trägt, entwickelt auch eine Psoriasis.  Die genetische Veranlagung benötigt meist weitere innere und äußere Faktoren. Bekannte Trigger sind Infekte, Stress und mechanische Belastung,  auch Übergewicht kann die Schwere einer Schuppenflechte negativ beeinflussen.

Bei der Psoriasis kommt es zu einer fehlerhaften Überfunktion der Immunzellen in der Haut.  Diese Überfunktion verursacht eine sichtbare Entzündung und bewirkt eine gesteigerte Zellteilung der Hautzellen. Dadurch kommt es zur starken Verdickung der Haut, die auch fühlbar ist beim Anfassen der betroffenen Hautregionen. Aufgrund dieser Überproduktion wandern die Hautzellen zu schnell an die Hautoberfläche und sind in ihrer Verhornungsfähigkeit gestört, weshalb die großen, silbrig-weißen Schuppen entstehen.

Therapie der Psoriasis

Die chronische Plaque-Psoriasis ist nicht heilbar, inzwischen aber sehr gut therapiebar mit dem Ziel der (nahezu) komplett erscheinungsfreien Haut.  

 

Äußerliche Therapien:

Vitamin-D-Abkömmlinge wie Calcipotriol in Form von Cremes oder Salben

Kombination von Calcipotriol mit Corticosteroid in Form von Gel, Creme, Schaum oder Salbe

Lichttherapie: UVB oder UVA (zuvor Bad in lichtsensibilisierendem Psoralen)

 

Innerliche Therapien:

Fumarsäureester in Tablettenform

Methotrexat in Form von Tabletten oder Bauchspritzen

Apremilast in Tablettenform

Ciclosporin A (nur noch in Einzelfällen)

Biologika (anti-TNF-alpha, anti-Il12/23, anti –IL17, anti-23)

Richtige Pflege bei Psoriasis

Die richtige Hautpflege ist ein integraler Bestandteil jeder wirksamen Therapie bei Psoriasis. Da eine mechanische Triggerung häufig ist, kann durch gute Hautpflege mit Glycerin- und Urea-(Harnstoff)-haltigen Cremes und Lotions weiterer mechanischer Stress abgemildert werden.

Idealerweise sollte nicht zu lang,  und mit lauwarmem Wasser geduscht werden und hautneutrale, rückfettende Reinigungsprodukte verwendet werden. Geeignet sind hierfür Produkte mit Urea (Harnstoff) und Glycerin. Für die weitere Hautpflege sollten bei Psoriasis Produkte verwendet werden, die den Feuchtigkeitsmangel der Haut ausgleichen.

Produktempfehlungen bei Psoriasis

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