Hautwissen Ratgeber Trockene Ellenbogen – was dagegen hilft
Frau cremt sich ihren trockenen Ellenbogen ein

Trockene Ellenbogen - was dagegen hilft

Gerade in der kalten Jahreszeit haben viele Menschen mit trockener Haut zu kämpfen. Um dem entgegenzuwirken gibt es eine Vielzahl an Gesichts-, Hand- und Fußcremes. Und die Ellenbogen? Die werden oft vernachlässigt. Da die Ellenbogenhaut schon aus anatomischen Gründen zu Trockenheit neigt, ist es vorteilhaft die Ellenbogen mit der richtigen Pflege zu verwöhnen. Wodurch Ellenbogen noch austrocknen können und wie diese Trockenheit am besten behandelt werden kann erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was sind die Ursachen von trockenen Ellenbogen?

8 Gründe für trockene Ellenbogen

1. Anatomie von Ellenbogen

An den Ellenbogen fehlen uns Talgdrüsen, die dafür verantwortlich sind Fett zu produzieren, um die Haut geschmeidig zu halten und sie vor dem Austrocknen zu schützen. Das heißt die Haut an den Ellenbogen ist schon von Natur aus etwas trockener als die am Rest des Körpers.

2. Mechanische Belastung von Ellenbogen

Die Ellenbogen erfahren im Vergleich zu anderen Körperteilen eine besondere mechanische Belastung. Durch häufiges Aufstützen beim Schreiben, Lesen oder beim Nachdenken kommt es zu Druck- und Scherkräften, die eine stärkere Verhornung und Verdickung der Haut bewirken. Dadurch fühlt sich die Haut an den Ellenbogen rau und trocken an.

3. Hormone

Unsere Hormone regeln die Aktivität der Talgdrüsen. So ist zum Beispiel in der Pubertät eine Überproduktion von Talg nicht selten. In der Schwangerschaft und in den Wechseljahren wirken sich hormonelle Schwankungen ebenfalls stark auf das Hautbild aus. Mit zunehmenden Alter verringert sich die Hormon- und Talgproduktion, weswegen die Haut – und somit auch Ellenbogen – meist trockener wird.

4. Lebensweise

Die Lebensweise hat ebenfalls einen großen Einfluss auf unser Hautbild. Durch Rauchen werden über Nikotinrezeptoren in der Haut an bestimmten Körperstellen Verhornungsprozesse angeregt, die dann zu Hautverdickung und Trockenheit führen können. Berufliche oder Freizeit-Tätigkeiten, die zu mechanischer Reizung der Haut am Ellenbogen führen, können das Hautbild ebenfalls beeinflussen.

5. Kälte

Kälte lässt die Haut z.B. an den Ellenbogen austrocknen, da die Talgdrüsen weniger Talg produzieren und die Haut somit an Feuchtigkeit verliert.

6. Trockene Luft

In Innenräumen herrscht vor allem im Winter oftmals zu trockene Luft. Das trocknet wiederum die Haut aus, vor allem die Stellen, die kaum Talgdrüsen enthalten, also Hände, Lippen oder Ellenbogen.

7. Langes und heißes duschen

Wasser, insbesondere heißes Wasser trocknet die Haut aufgrund des Kalkanteils aus (Wenn Sie mehr über den Einfluss von kalkhaltigem Wasser auf die Haut erfahren wollen klicken Sie hier). In Kombination mit entfettenden Seifen und Duschgels wird der Haut sehr viel Feuchtigkeit entzogen.
Deswegen gilt: lieber kurz und lauwarm duschen und am besten auf rückfettende Duschgels zurückgreifen. Außerdem: direkt nach dem Duschen mit einer rückfettenden Bodylotion eincremen.

8. Material der Kleidung

Kleidung aus Wolle oder synthetischen Stoffen mit chemischen Zusätzen können sensible Haut reizen und somit trockene Haut begünstigen. Gerade in der kalten Jahreszeit haben wir langärmlige Kleidung an, die an den Ellenbogen anliegt. Bei empfindlicher Haut sollte man daher auf weiche Baumwollkleidung zurückgreifen.

Was hilft gegen trockene Ellenbogen?

Ellenbogen können mit einer Körpermilch eingerieben werden, die schnell einzieht und keinen fettigen Film hinterlässt. Sind die Ellenbogen schon relativ trocken helfen Pflegeprodukte mit einem hohen Urea Anteil von fünf bis zehn Prozent, wie zum Beispiel die  Urea 5% Körperlotion oder Urea 10% Körpermilch. Diese am besten mit kreisenden Bewegungen einmassieren und anschließend einziehen lassen.

Wann sollte ich bei trockenen Ellenbogen de Arzt aufsuchen?

Treten zu Trockenheit und Juckreiz auch noch Schwellungen und ausgeprägte Rötungen hinzu, empfiehlt es sich einen Hautarzt aufzusuchen, denn hinter den oben genannten Symptomen können manchmal nicht nur trockene Haut sondern auch Hautkrankheiten, wie Kontaktekzeme, Neurodermitis oder Psoriasis stecken. Treten die Symptome also häufiger auf oder bessern sich nicht, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

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